Holunder | |
(Sambuco nigrum) -- Mitte September | |
Der Holunder ist eine Gattung aus der Familie der Geißblattgewächsen. Er enthält insgesamt 25 Arten und kommt in Mitteleuropa in drei Arten vor, von denen die bekannteste der Schwarze Holunder ist. Schwarzer Holunder bildet große, rasch wachsende bis etwa sechs Meter hohe Sträucher. Auch bis etwa sechs Meter hohe Bäume mit mehr oder weniger ausladender Krone und meist krummen, oft verkrüppelten bis 40 cm starken Stämmen sind nicht selten. Die Krone, gleichgültig ob beim Strauch oder beim Baum, ist meist sehr ungleichmäßig entwickelt, lappig und häufig durch äußere Einwirkungen einseitig geworden. Seine weißen Blüten stehen in flachen, doldenähnlichen Blütenständen. Die Blätter des Holunder wirken als Tee blutreinigend. Ein aus den Blüten gebrühter Tee wirkt dagegen schweißtreibend und die Abwehrkräfte aktivierend. Die gekochten Beeren regen den Stoffwechsel an und wirken gegen Rheuma und Ischias. Im unverarbeitenen Zustand führen die Pflanzenteile jedoch zu Brechreiz. Holundersaft wird in der Getränkeindustrie teils ohne Zusätze, meist jedoch wegen der ergiebigen Farbe zusammen mit anderen Säften zu Süßmost verarbeitet. Bei der Ernte ist darauf zu achten, dass keine unreifen Beeren und Laubbestandteile mit verarbeitet werden. Unreife Beeren und grüne Pflanzenbestandteile enthalten das giftige, zum Erbrechen reizende Glykosid Sambunigrin. | |
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